Aktualisiert August 2026
Eine Sticker-Anleitung – und mein ehrliches Update zur Sichtbarkeit ohne Instagram-Dauerpräsenz
April 2023. Ich war ein richtiger Fan von eigenen Story-Stickern. Aktiv auf Instagram, Story für Story. Als introvertierter Mensch war das für mich die perfekte Art, trotzdem herauszustechen – ganz ohne laut sein zu müssen.
Ich saß auf der Couch im Wohnzimmer, Apple Pencil in der Hand, der Tee längst kalt, und bastelte an meinem allerersten animierten Sticker. Drei Stunden für zwei Frames. So stolz wie ein Kind mit einem selbstgemalten Bild. 😄
Diese Zeiten sind vorbei.
Heute, gut drei Jahre später, zeig ich Dir immer noch gerne, wie das geht. Nur meinen Instagram-Account führe ich mittlerweile ein bisserl anders. Dazu komm ich am Ende des Artikels noch – zuerst zur Anleitung, wegen der Du eigentlich hier gelandet bist. 😉
Inhaltsübersicht
Artikel-Highlights
- Was eigene Story-Sticker fürs Branding wirklich bringen
- Welches Equipment Du brauchst (iPad, Apple Pencil, Procreate)
- Die 7 Schritte zu Deinem ersten animierten Sticker
- Wie Dein Sticker über GIPHY in der Instagram-Suche gefunden wird
- Der ehrliche Teil: warum Instagram bei mir heute nicht mehr an erster Stelle steht
Warum überhaupt eigene Sticker?
Eigene Story-Sticker sind animierte Grafiken, die Du selbst gestaltest und in deinen Instagram Stories platzierst – mit deinen eigenen Farben, Deiner eigenen Handschrift.
Anders als die Sticker aus der Instagram-Bibliothek sorgen sie dafür, dass Deine Stories auf den ersten Blick erkennbar sind. Sogar dann, wenn jemand den Ton abgeschaltet hat und nur durchswiped.
Einzigartigkeit und Branding
Wenn Du deine Sticker selbst gestaltest, tauchen automatisch Deine Branding-Farben darin auf. Das schafft über viele Stories hinweg ein Wiedererkennungsbild, ganz ohne dass Du es jedes Mal neu erklären musst.
Ausdruckstärke und Individualität
Das Erstellen eigener animierter Sticker ermöglicht es Dir, Deine Storys ausdrucksstärker zu gestalten und Deine Persönlichkeit zu unterstreichen. Du kannst Deine Sticker so gestalten, dass sie bestimmte Emotionen oder Botschaften vermitteln, die zu Deinem Inhalt passen.
Ein Sticker mit Deiner eigenen Handschrift, Deinem eigenen kleinen Icon oder Deinem Logo-Element sagt mehr über Dich als jeder beliebige Sticker. Kleine Details, große Wirkung.
Das brauchst Du an Equipment
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du eigene Story Sticker erstellen kannst. In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie Du animierte Sticker mit iPad und der kostenpflichtigen App „Procreate“ gestaltest.
Du brauchst:
- Ein iPad
- Einen Apple Pencil (mit dem Finger geht’s auch, aber deutlich ungenauer)
- Die App Procreate (einmaliger Kaufpreis, aktuell rund 12 Euro – Preis kann sich geändert haben, check am besten kurz im App Store)
Kurzer Exkurs: Wie funktioniert eine GIF-Animation?
Ein GIF-Sticker ist im Grunde nichts anderes als mehrere Bilder, die schnell hintereinander abgespielt werden. Genau deswegen wirken die Sticker, die Du aus der Instagram-Bibliothek kennst, immer bewegt.
Die gute Nachricht: Für eine einfache Animation reichen schon zwei unterschiedliche Bilder (sogenannte Frames). Genau das bauen wir jetzt gemeinsam. Los geht’s!
In 7 Schritten zu Deinem ersten animierten Sticker
Schritt 1: Wähle Dein Motiv
Du hast unendlich viele Möglichkeiten an Motiven, die Du erstellen kannst. Als kleine Entscheidungshilfe solltest Du einfach darüber nachdenken, welche Sticker Du am häufigsten in Deinen Stories verwendest und wie Du sie passend zu Deinem Branding verwenden kannst.
Beispiel Motive:
- Pfeil in Deinen Brandingfarben, der auf deine CTA zeigt
- Neuer Beitrag/New Post/ New Reel
- Guten Morgen als Text
- Bereiche aus Deinem Logo animieren
In meinem Artikel zeige ich Dir wie Du aus 2 Bildern (Frames) eine Animation erstellst, daher wähle ich als Motiv ein Sticker mit dem Text „Neues Reel“ in meinen Branding Farben.
Schritt 2: Neue Leinwand erstellen
Öffne die Procreate App und erstelle, indem Du rechts auf das Plus klickst, eine neue quadratische Leinwand. Ich verwende meistens die Maße 2000 x 2000px.
Schritt 3: Farbpalette in Deinen Branding-Farben erstellen
Damit Deine animierten Instagram Sticker immer die Farben Deines Brandings haben, ist es nützlich vorab eine eigene Farbpalette davon zu erstellen. So hast Du Deine Farben immer griffbereit.
Dazu tippst Du rechts oben auf den Farbkreis. Dann öffnen sich die Farben. Dann tippst Du rechts unten auf Paletten. Nochmal rechts oben auf das Plus tippen, dann hast Du verschiedene Möglichkeiten, um Deine eigene Farbpalette zu erstellen. Wenn Du bereits eine Datei oder ein Foto mit Deinen Branding-Farben hast, macht es Sinn, wenn Du Deine Farbpalette aus einem Foto beziehst. So musst Du die Farbcodes nicht einzeln eintippen.
Schritt 4: Auf erster Ebene zeichnen
Du kannst jetzt Dein gewünschtes Motiv auf Ebene 1 zeichnen. Da mein KolibriDesign Logo rund und pink ist. Werde ich als Grundlage einen pinken runden Kreis zeichnen und darin den Text „Neues Reel“ schreiben.
Schritt 5: Zweite Ebene erstellen
Damit wir Bewegung in unsere Grafik bekommen, ist es wichtig, dass unser Hauptmotiv auf der zweiten Ebene, zumindest ein wenig anders dargestellt wird. Du kannst jetzt zum Beispiel die erste Ebene duplizieren und das Motiv mit dem Auswahlwerkzeug etwas drehen. Oder Du lässt den Text wackeln, dann machst Du das so, wie in meinem Video:
Schritt 6: Hintergrund ausblenden
GIF-Sticker haben immer einen transparenten Hintergrund. Wie in etwa PNG-Dateien. Nur das GIF-Dateien Animationen speichern können. Daher ist es wichtig, dass Du den Hintergrund ausblendest. Das machst Du indem Du auf Ebenen gehst und bei Hintergrund den Haken rausnimmst.
Schritt 7: Animation als Instagram GIF-Sticker exportieren
Kommen wir zum letzten Schritt. Dafür klickst Du auf den Schraubenschlüssel, gehst auf Leinwand und aktivierst den Animationsassistent. Unten erscheint dann eine Leiste, wo Du Deine Animation schon mal testen kannst. Unter Einstellungen kannst Du die Bilder pro Sekunde einstellen. Je langsamer die Animation sein soll, desto weniger Bilder pro Sekunde brauchst Du. Mir reichen 5 Sekunden und ich wähle „Unendlich“ aus. So wiederholt sich die GIF-Animation unendlich lang und stoppt nicht am Ende.
Nun gehst Du wieder auf den Schraubenschlüssel und diesmal auf „Teilen“. Hier wählst Du „Animierte GIF“ aus. Hier kannst Du dann noch einen Namen für das GIF vergeben, sowie die Auflösung einstellen. Jetzt dein fertiges GIF exportieren und auf „Bild sichern“ klicken.
Herzlichen Glückwunsch! Du hast gerade Dein erstes eigenes GIF-Sticker für Deine Social Media Kanäle erstellt! Damit Du es jetzt auch für Instagram nutzen kannst, musst Du es in Deiner iPhone Galerie abspeichern. Danach einfach das GIF in der Galerie kopieren und in die Story einfügen.
Dein Sticker in der Instagram-Suche: der GIPHY-Account
Damit andere Deinen Sticker über die Instagram-Sticker-Suche finden und benutzen können, brauchst Du einen kostenlosen GIPHY-Account. Wie Du den einrichtest, hab ich Dir in einer eigenen Schritt-für-Schritt-Anleitung als PDF zusammengefasst.
Das funktioniert nur mit einem kostenlosen GIPHY Account! Wenn dich das interessiert, habe ich auch dafür eine komplette Schritt-für-Schritt Anleitung für dich. Damit in Zukunft jeder deine persönlichen Instagram Sticker suchen, finden und benutzen kann.
Der ehrliche Teil: Warum ich heute nicht mehr nur auf Instagram setze
Ich hab damals viel Zeit in genau solche Inhalte gesteckt. Sticker gebastelt, Stories geplant, geschaut, wann wohl die beste Uhrzeit zum Posten ist. Es war eh nicht schlecht investierte Zeit – ich hab dabei viel über Branding und Konsistenz gelernt. Aber es war auch anstrengend. Und ehrlich? Nicht der Hebel, der mein Business wirklich vorangebracht hat.
Meine Kundinnen finden mich heute überwiegend über meinen Blog und meinen Newsletter, nicht über Instagram-Stories. Deswegen leg ich meinen Fokus mittlerweile woanders hin: auf strategische Sichtbarkeit abseits von Social Media – Website, SEO, ein Blog, der auch in drei Jahren noch Kundinnen bringt, ganz ohne tägliches Posten.
Wenn dir das Story-Sticker-Basteln Spaß macht, mach unbedingt weiter damit. Aber wenn Du eigentlich spürst, dass Du Dich nach einem ruhigeren Weg sehnst, online sichtbar zu sein – dann bist Du in meinem Newsletter und meinem Blog-Workshop vermutlich besser aufgehoben.
Kurz zusammengefasst
- Eigene Story-Sticker stärken dein Branding durch Wiedererkennung
- Du brauchst iPad, Apple Pencil und die App Procreate
- Schon zwei Frames reichen für eine einfache Animation
- Ein transparenter Hintergrund ist Pflicht fürs GIF-Format
- Über einen GIPHY-Account werden Deine Sticker in der Instagram-Suche auffindbar
- Instagram-Content wie dieser ist ein netter Baustein, aber bei mir längst nicht mehr der Hauptkanal
Lust auf einen ruhigeren Weg, online sichtbar zu werden?
Wenn Du Lust hast, Dich künftig nicht mehr nur über Instagram-Stories sichtbar zu machen, sondern über eine Website und einen Blog, der auch dann noch für Dich arbeitet, wenn Du gerade offline bist – dann meld Dich gern für null Euro zu meinem Kolibri-Letter an. (Einfach noch ein wenig runter scrollen) Ich schick Dir regelmäßig Tipps zu Branding, strategischem Webdesign und der Selbstständigkeit als leise Unternehmerin.
Alles Liebe, Tamy 💕








